Was haben Ferry Malozze und Rod Stewart gemeinsam

Die kontrollierte Eskalation nimmt ihren Lauf: Ferry Malozze platzt!

PR-TEXT · JULI 2026FERRY MALOZZE – PLAYA HIGHSPEED

Die kontrollierte Eskalation nimmt ihren Lauf!

WAS HABEN FERRY MALOZZE UND ROD STEWART GEMEINSAM?
ANTWORT AM ENDE DES BEITRAGS

Rod Stewart auf drei Dosen, Highspeed in engen Hosen: Wie ich bei „Playa Highspeed“ die Mülltonne zum Catwalk machte!

Es gibt Videodrehs, bei denen man vorher eine Story entwickelt. Es gibt ein Drehbuch. Einen Spannungsbogen. Vielleicht sogar Menschen, die ernsthaft darüber diskutieren, welche emotionale Entwicklung der Protagonist innerhalb von dreieinhalb Minuten durchlebt.

Und dann gibt es Ferry Malozze.

Bei „Playa Highspeed“ war die dramaturgische Grundidee deshalb relativ schnell erklärt: Ich renne rum. Sehr schnell. In sehr engen Hosen. Mit drei Dosen Whisky-Cola.

Der Track selbst fährt schließlich gepflegte 167 BPM. Das ist keine Geschwindigkeit mehr, bei der man entspannt an der Playa entlangschlendert und dabei über das Leben nachdenkt. Bei 167 BPM denkt man nicht. Da werden sämtliche höheren Hirnfunktionen vorsorglich abgeschaltet und der Körper bekommt nur noch drei Kommandos:

Rennen. Saufen. Einigermaßen gut aussehen.

Drei Outfits. Drei Dosen. Ein Plan.

Für den Dreh hatten wir diesmal sogar richtig Aufwand betrieben: drei verschiedene Outfits. Man hätte also beinahe meinen können, hier würde ein internationaler Popstar arbeiten und nicht ein erwachsener Mann versuchen, bei 35 Grad mit einer Scotch-Cola-Dose möglichst elegant auf eine Mülltonne zu springen.

Aber Showbusiness ist eben Illusion.

Und Polyester.

Oder, wie ich meine Berufsbezeichnung inzwischen etwas präziser formuliere:

Partymitglied in Polyamid.

Outfit Nummer eins: gewohnt dezent.

Also Ferry-dezent.

Große FUCK-Lettern auf dem Shirt, Goldkette auf der Brust, Sonnenbrille im Gesicht. Dazu Goldkehle. Rapperkette. Leicht ausladender Bewegungsapparat. Kurz: irgendwo zwischen US-Hip-Hop, Herrenboutique Magaluf und einem Mann, dessen Mutter ihm früher offenbar nie gesagt hat, dass weniger manchmal mehr ist.

Flüssigkeitsmanagement auf Betriebstemperatur

Zum körperlichen Flüssigkeitsmanagement hatte ich selbstverständlich vorgesorgt.

Drei Outfits.

Drei Whisky-Cola-Dosen.

Man muss schließlich professionell bleiben.

Andere Künstler haben am Set Elektrolyte, Kokoswasser und irgendein schweineteures isotonisches Getränk, das aussieht wie Scheibenreiniger. Ich habe Scotch-Cola. Ist ebenfalls flüssig. Basta.

Die Dosen waren jedenfalls permanent am Halfter. Eine links, eine rechts und eine in Reichweite für medizinische Notfälle, also beispielsweise Refrain, Outfitwechsel oder Durst. Bei 167 BPM muss der Organismus schließlich auf Betriebstemperatur kommen. Und Betriebstemperatur hatten wir. Meine Fresse.

Über der Playa stand die Sonne wie ein schlecht gelaunter Heizstrahler aus der Hölle. Der Asphalt glühte, die Luft stand und selbst die Palmen sahen aus, als würden sie gern kündigen. Während normale Menschen bei dieser Temperatur möglichst regungslos im Schatten liegen, bestand mein Arbeitstag daraus, ungefähr vierzigmal dieselben zwanzig Meter entlangzusprinten.

Was haben Ferry Malozze und Rod Stewart gemeinsam?
Was haben Ferry Malozze und Rod Stewart gemeinsam?

Die Hose: Rod Stewart lässt grüßen

In hautenger Leggings. Natürlich. Und genau an dieser Stelle müssen wir über die Hose sprechen. Schwarz-weiß gestreift. Hauteng. Und irgendwann beim Styling fiel es uns auf: Moment mal. Die kennen wir doch. Denn ziemlich genau diese optische Großwetterlage hatte Rod Stewart bereits 1980 im Video zu „Passion“ am Start.

Rod!

Mein Mann!

Plötzlich ergab alles Sinn.

Ich dachte jahrzehntelang, meine modische Entwicklung sei das Ergebnis eigener Fehlentscheidungen. Dabei führe ich offenbar lediglich eine große britische Rocktradition fort. Rod Stewart trug vor über 45 Jahren hautenge schwarz-weiße Beinkleider und wurde damit Weltstar. Ich trage sie 2026 an der Playa und springe auf Mülltonnen.

Und seien wir ehrlich: Rod hatte damals schon verstanden, was viele Männer bis heute nicht kapieren. Wenn du eine Hose trägst, die aussieht, als wäre ein Zebra bei 60 Grad eingegangen, dann musst du sie mit Überzeugung tragen. Da gibt es kein Zurück mehr.

Rod hatte „Passion“.

Ich habe „Playa Highspeed“.

Er hatte Weltkarriere und markantes Haupthaar.

Ich hatte drei Dosen Scotch-Cola und eine Mülltonne.

Jeder arbeitet eben mit dem Material, das ihm das Leben zur Verfügung stellt. Die Playa selbst reagierte auf unseren kleinen Kulturbetrieb übrigens zunehmend interessiert. Anfangs schauten nur ein paar Leute herüber. Dann wurden es mehr. Große Augen.

Breites Grinsen. Breiter Bumsbeat!

Die Mülltonne wird zum Catwalk

Tuscheln. Eine Mischung aus: „Ist der berühmt?“ „Ist das Fernsehen?“ und „Sollten wir jemanden holen?“ Besonders schön wurde es, als ich für eine Einstellung auf eine dieser großen Mülltonnen springen sollte. Regie sagt: „Ferry, einfach hoch, bisschen posen, wieder runter.“ Klar.

Einfach hoch.

Das sind immer diese zwei Wörter, kurz bevor beim Videodreh irgendeine Versicherung relevant wird.

Also Dose abgestellt.

Anlauf. Sprung. ZACK. Oben. Wackeln. Fast runtergeflogen. Weltklasse.

Ich stehe auf diesem Ding wie Simba auf dem Königsfelsen, nur dass unter mir kein afrikanisches Tierreich liegt, sondern vermutlich achtzig Liter Sangriabecher, Zigarettenschachteln und die traurigen Überreste eines Döner-Tellers.

Dann Beat an. Ich pose. Goldkette fliegt. Arme hoch. Hüfte links, Hüfte rechts. Rod Stewart hätte vermutlich anerkennend genickt. Und dann kam das Geräusch.

RRRRRRT.

Ganz leise, aber eindeutig. Dieses Geräusch, das ein Mann in einer hautengen Leggings niemals hören möchte. Ich friere kurz ein. Die Kamera läuft. Die Leute gucken. Ich denke: Nein, please no. Nicht das Zebra. Ich greife unauffällig nach hinten. Also so unauffällig, wie man eben mitten auf einer Mülltonne inmitten der Sonnenanbeter seinen eigenen Hintern kontrollieren kann.

Und tatsächlich: Hinten war ich offen. Direkt an der Naht. Künstlerische Zusammenarbeit fristlos beendet. Aber was wollte ich auch erwarten bei 6,99 Euro und Made in Schinesien?

Textilversagen im Dienst der Kunst

Der Kameramann lacht schon. Styling kommt angerannt. Ich stehe weiterhin oben auf der Mülltonne, leicht seitlich gedreht, beide Pobacken angespannt wie zwei Parkbremsen. Und dann ruft irgendein Typ aus der inzwischen recht ordentlich angewachsenen Zuschauergruppe tatsächlich:

„OLEEEE!“

Danke.

Sehr hilfreich.

Rechtes Bein runter.

Arsch zusammen.

Linkes Bein nachziehen.

Arsch noch mehr zusammen.

Dabei weiterhin cool gucken.

Denn genau das unterscheidet einen Profi vom Amateur:

Der Amateur hat einen Riss in der Hose.

Der Profi hat einen Riss in der Hose und spielt weiter in die Kamera.

Unten angekommen bekam ich sofort meinen Whisky-Cola gereicht.

Erste Hilfe.

Ein Schluck.

Noch einer.

Kurz Lagebesprechung.

Styling meinte, man könne das hinten schnell mit Sicherheitsnadeln retten.

Ich sagte:

„Mach einfach. Hauptsache vorne bleibt Rod Stewart.“

Zwei Minuten später war die Hose wieder einsatzbereit. Zumindest optisch. Konstruktiv hielt das Ganze jetzt ungefähr nach denselben Prinzipien wie eine osteuropäische Gartenlaube: Man wusste nicht genau warum, aber solange keiner kräftig dagegen trat, funktionierte es.

Playa Highspeed heißt nicht: erst mal hinsetzen

Weiter ging’s. Denn „Playa Highspeed“ heißt schließlich nicht: „Playa, wir setzen uns erstmal hin und reden über unsere Gefühle.“

Also nächstes Outfit.

Nächste Dose.

Nächste Runde.

Mittlerweile war das Volk an der Playa voll dabei. Einige filmten. Andere lachten. Manche standen einfach nur da und betrachteten mich mit jener stillen Faszination, die Menschen normalerweise entwickeln, wenn irgendwo ein Einkaufswagen brennt.

Und ich? Ich war komplett in meinem Element. Rennen. Jumpen. Rappen. Posen. Goldkette klimpert, Goldkehle arbeitet. Scotch-Cola zirkuliert. Die Sonne ballert. Der Beat prügelt mit 167 BPM von hinten. Und irgendwann stellt man sich dann natürlich schon die große philosophische Frage:

Was hätte Rod gemacht?

Wahrscheinlich einfach weiter. Also machte ich auch weiter. Denn vielleicht ist genau das die geheime Verbindung zwischen einem britischen Weltstar von 1980 und einem Partymitglied in Polyamid auf Mallorca 2026: Du kannst dir hautenge Streifenhosen anziehen. Du kannst dich zum Affen machen. Du kannst Hüften bewegen, aber du darfst niemals so aussehen, als wäre dir irgendetwas davon peinlich.

Das ist Showbusiness.

Oder zumindest meine Version davon.

167 BPM und niemals abrupt in die Hocke gehen

Am Ende waren alle Szenen im Kasten.

Drei Outfits durch.

Drei Dosen leer.

Leggings notdürftig am Leben erhalten. Mülltonne unversehrt. Ferry ebenfalls weitgehend. Und irgendwo zwischen glühender Playa, goldener Kette und einer strategisch geklammerten Gesäßnaht dachte ich: Eigentlich war das heute erstaunlich professionell. Keine Gummistiefel-Katastrophe. Keine Tiefkühl-Hotelübernachtung. Keine medizinische Evakuierung.

Nur ein bisschen Textilversagen im Analbereich.

Also praktisch ein ganz normaler Arbeitstag.

Und wenn irgendwann jemand fragt, was „Playa Highspeed“ eigentlich bedeutet, dann kann ich es jetzt ziemlich genau erklären: 167 BPM. Volle Pulle. Drei Scotch-Cola. Und niemals abrupt in die Hocke gehen.

Rod Stewart wäre stolz auf mich.

Vermutlich.

Vielleicht.

Zumindest auf die Hose.

To be continued …

Die Antwort

Ich bin euch aber noch eine Antwort schuldig, was ich und Rod Stewart gemeinsam haben. Laut meiner Managerin: den Knackarsch.

To be continued again … 😉